Die Geschichte vom Tele Lotto

Einen besonderen Platz in der Geschichte des deutschen Lottos nimmt zweifelsohne das Tele Lotto ein. Beipsielhaft hier das Ergebnis, eine Unterhaltungssendung für alle anzubieten und gleichzeit den Lottospielern einen gelungenen Rahmen zu geben, Ihre Glückszahlen zu erfahren.

Wussten Sie, dass die Ausstrahlung der Ziehungen der Lottozahlen des Tele Lotto insgesamt 1351 erfolgte. Besonders erwähnenswert ist, dass die Ziehung der Lottozahlen regelmäßiog und ohne Unterbrechung im Ferneseher gezeigt wurde.

Wahrscheinlich ist die Fernsehsendung für die Ausstrahlung der Lottozahlen für Tele Lotto eine der längsten gelaufenen TV Formate im deutschen Fernsehen, wahrscheinlich die längste Fersehausstrahlung überhaut im deutschen TV.

1972 war der Start dieses Lottospiels.

Die Spielformel für Tele Lotto lautete 5 aus 35. Es mussten demzufolge 5 Zahlen aus insgesamt 35 Zahlen erraten, bzw. vorhergesagt werden.

Daher war die Gewinwahrscheinlichkeit auch wesentlich höher, als zum Beispiel bei 6 aus 49. Die Gewinnwahrscheinlichkeit beim Tele Lotto auf 5 Richtige lag bei 1 zu 324.632.

Nun ist dieser Vergleich natürlich nicht zulässig, aber irgendwie doch interessant.

Das besondere an der TV Ziehinung war, wie schon erwähnt, die Verbindung von Unterhaltung zum Gewinnspiel.

Auch die Platzierung der Sende Zeit war gut gewählt. Das Sandmännchen des DDR-Fernehen kam jeden Abend 18:50. So auch jeden Sonntag. Unmittelbar nach dem Sanndmann kam die Ziehung der Lottozahlen. Es gescha sehr oft, dass die Kinder, obwohl nach dem Sandmann bereits für das Bettgehen vorbestimmt, doch noch sitzen bleiben durften und gemeinsam mit den Eltern die Ziehung des Tele Lotto ansehen durften.

Denn auch für die Kinder war etwas dabei. Eigentlich für jeden. Doch niemand wusste, was in der Ziehung passieren würde, genau wie niemand wusste, welche Lottozahlen gezogen werden würden.

Der Ablauf war so, dass 5 aus 35 Zahlen gezogen wurden. Mit jeder gezogenen Zahl war eine Fernesehkategorie fest verbunden. So wurde, wenn die Zahl 32 gezogen ward, immer ein Trickfilm gezeigt. Und dann waren die Kinder glückich. Und hatten sozusagen gewonnen. Der Reiz der Lottoziehung im Fernseher bestand eben auch für nicht Spielende Lottoteilnehmer darin, dass seine eigenen Fernsehkategorien ermittelt wurden. In der Tat wussten langjährige Fernsehzuschauer genau, hinter welcher Zahl sich welche Fernsehziehung verbarg. Ob es nun Anektoden waren, oder Trickfilme oder auch beliebt die Kurzfilme, bei etwas Glück bekam jeder Zuschauer der Lottoziehung einen Fernesehbeitrag, welchen er besonders gern sah.

Am Ende des Textes finden Sie eine Aufstellung der Fernsehkategorien mit den jeweiligen Lottozahlen.

Kommen wir zum Ziehungsgerät selber. Bis heute ist nicht geklärt, wieso dieses Ziehungsgerät, welches alles andere als modern und formschön betrachtet werden konnte, sich so in die Herzen der Zuschauer spielen konnte.

Wir glauben, dass diese Beliebtheit dem Kindlichen Wesen, welches in jedem Menschen wohnt, geschuldet ist.

Erinnern wir uns, wenn wir in Kinderjahren im Sandkasten gespielt haben. Was immer nehben Sandkuchen und -torten immer gebaut wurde, waren Burgen; Sandburgen. Die einfachste war in der Regel ein aufgeschichtete Sandhaufen, dessen Oberfläche festgekloppft wurde, Dieser Kegel, irgendwie in Vulkan, war eiune Burg. Wenn wir dann als Kinder noch irgendwo Kugeln herbekommen haben; Murmeln, dann war es ein großes vegnügen, in den Kegel eine Rille rundherum um den Kegel zu ziehen, von der Spitze bis zum Fuß des Berges. Je mehr Umrundungen diese Rille hatte, um so größer war der Spaß, eine Kugel von oben nach unten rollen zu lassen.

Erinnern wir uns, wie diese Kugeln manchmal aus der Rille sprangen, oder manchmal einfach nur stecken blieben. Auf jeden Fall hat so mancher von uns viel Zeit und viel Mühe in seine Kugelburg gesteckt. Und nun sitzen wir Sonntag Abend vor dem Ferbnseher und sehen einen Berg aus Plastik, mit einer Rille rundherum von oben bis nach unten. Und wir finden diesen Anblick vertraut. Ebenso unsere Kinder, mit denen wir vielleicht zusammen ihre erste Kugelburg gebaut haben.

Das Ziehungsgerät ist unsere Kugelburg und die Murmel, hier jetzt eine Lottokugel, rollt von der Spitze des Ziehjungsgerätes bis zum Fuß herunter. Nur diese Momente des Rollens der Lottokugeln auf dem Ziehungsgerät verschaffte Tausenden von Menschen ein vertrautes, ein angenhemes Gefühl.

In wieweit dieses Vorsatz war, oder dass die Macher des Ziehungsgerätes einfach ein gkückliches Händchen hatten, wissen wir heute nicht. Aber auch heute bauen Väter mit ihren Kindern Kugelburgen, jetzt jedoch nach dem Vorbild des Ziehungsgerätes von Tele Lotto.

Die Ziehung der Lottozahlen war keine Live-Ausstrahlung. Die Sendung wurde jeweils am Sonntag vormittag produziert.

Um sicherzustellen, dass es keine Manipilationen der Ziehung in bezug auf bereits gespielte Scheine erfolgen konnte, war sichergestellt, dass alle Lottoscheine vor Beginn der Lottoziehung in einem Tresor verschlossen. Im weiteren war es den direkten Beteiligten an der Lottoziehung, wie Ziehungsleiter oder die Assitstenten und Dreharbeiter, untersagt, selber Lotto zu spielen.

1984 wurde für das Tele Lotto eine Mittwochsziehung eingeführt. Hier wurden allerdiengs nur die Lottozahlen bekanntgegeben, es gab keine Unterhaltungbeiträge. Die Mittwochziehung von Tele Lotto fand jeweils 18:30 statt,

 1 – Anekdote
 2 – Aus alten Filmen
 3 – Ballett
 4 – Blasmusik
 5 – Chansons
 6 – Ensemble der Welt
 7 – Evergreens
 8 – Fernsehspiel
 9 – Filmspaß
10 – Frecher Zeichenstift
11 – Große Mimen
12 – Große Stimmen
13 – Heitere Verse
14 – Humor
15 – Jazz
16 – Junge Talente
17 – Komödie
18 – Kuriositäten
19 – Kurzkrimi
20 – Marschmusik
21 – Musical
22 – Oper
23 – Operette
24 – Schlager
25 – Sensationen
26 – Shanties
27 – Singeclub
28 – Spielfilm
29 – Sport
30 – Tanz
31 – Tierwelt
32 – Trickfilm
33 – Unterhaltungsmusik
34 – Volksmusik
35 – Zirkus

Die Ziehungsgeräte für Tele-Lotto

Im Laufe der Zeit waren bei Tele-Lotto drei verschiedene Ziehungsgeräte zu sehen.

Es startete 1972 mit der so genannten Tele-Lotto-Schnecke, welche wir schon beschrieben haben, die Rille in der Sanndburg.

Bei dem Ziehungsgeräte, welches ab 1984 zum Einsatz kan, rollte die Ziehungskugel durch ein durchsichtiges Rohr, in etwa in der Form wie die Rille einer Sandburg, nun aber ohne Sandburg.

Bei beiden Geräten kollodierten die herabrollende Ziehungskugel mit einem aufgestellten Schild. Es hatt bei ersten Gerät die Form eines Kegels. Geschickt gemacht, denn gerade beim werfen einer Kugel dann den Kegel treffen war auch wieder eine gelungene Ataption, um bei dem Zuschauer der Lottoziehung dieses angenehme Gefühl zu erwecken. Die Kugel traf also auf den Kegel und der Kegel klappte nach außen, die Zeihungkugel verschwand durch ein Loch im Innerren des Ziehungsgerätes, wo sie auf den nächsten Start wartete, um eine weiter Lottozahl zu ermitteln. Denn die Kegel waren nummeriert, von 1 bis 35, So entsprach der umgeworfene Kegel einer gezogenen Lottozahl der jeweiligen Ziehung.

Was bei dieser Architektur des Ziehungsgrerätes durchaus passieren konnte, war , dass die Kugel bei Ihrem Weg nach unten ganu dann bei den aufgestellten Lottokelgeln amkahm, wenn dieser bereits umgestoßen war. Dann lief die Kugel einfach durch und es gab keine neue Zahl. Dieses Ereignis erzeugte bei allen Besuchern eine besondere Erheiterung. In vielen Haushalten kommentierten die Zuschauer dieses ebenso wie der Ziehungsleiter mit den Worten: "Das war ein Durchläufer Herr Rohr."

Man kann davon ausgehen, dass in diesem Moment zehntausende Menschen in diesem Land diese Worte gemeinsam und belustigt aussprachen.

Dierser Ausspruch wurde sogar im täglichem Leben verwendet, wenn also etwas nicht geklappt hatte, dann sagte man auch: das war ein Durchläufer, Her Rohr.

Gewinne und Gewinchancen bei Tele Lotto

Die Gewinnquote, bedingt durch die Spielformel 5 aus 35 , lag bei 1:324.632. Das ist natürlich betrachte mit heutigen Gewinnquoten, z.B. bei 6 aus 49 bei 1 zu 14 Mill. (ca) ein sehr ertragreiches Lotto. Diese hohen Gewinnchancen wurden mit dementsprechend niedrigeren Gewinnauszahlungen in der oberen Gewinnklasse  korrigiert.

Das sympatische an dieser Gewinnverteilung der Lottogewinne war eben, dass viele Lottosoieler gewinnen konnten, und dafür aber nicht solch hohen Millionen wie heute. Bei vielen Lottospielern herscht die Meinung, dass man doch besser mehr Gewinner und höhere in den unteren Gewinnklassen ausschütten sollte, als mehrere Millionen Euro in der ersten Gewinnklasse.

Folgende Gewinne wurden in den entsprechenden Gewinnklassen ausgezahlt:

Drei Richtige - 12 bis 25 Mark

Vier Richtige - 300 bis 600 Mark

Fünf Richtige - 10.000 bis 20.000 Mark.

Tele Lotto Figur

Tele Lotto hatte tatsächlich ein Maskottchen. Es stellte den Lottokegel dar, welcher jeweils von der Ziehungkugel umgeworfen wurde und war mit einem Gesicht angemalt. Es gab ihn z.B. in der Ausführung, ähnlich wier Gummienten, aber gestaltet, so wie beschrieben. Das Tele-Lotto Mänchen, oder auch Tele-Mänchen Als Maskottchen der Sendung diente ein mit menschlichem Antlitz versehener Zahlenkegel, das Tele-Lotto-Männchen (auch „Kegelmann"). Im Jahre 1984 wurde ein neues Ziehungsgerät in Betrieb genommen, welches in der Funktionsweise dem vorherigen sehr ähnlich war. Nur wurde jetzt durch ein schneckenförmig gewundenes Glasrohr eine kleine Kugel rollen gelassen, die am Auslass des Glasrohrs auf eine der 35 Glückszahlen traf. Diese liefen, wie schon beim Vorgängerg